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Da sein Verstand jetzt erneuert ist, mag das Gotteskind über dessen Kraft staunen. Er ist von Trägheit und unproduktiven Werken frei geworden. Seine Konzentrationsfähigkeit wird viel schärfer, Verständnis und Erinnerungsvermögen besser, seine Vernunft klarer, und sein Horizont ist weniger beschränkt. Es arbeitet effektiver, denkt umfassender und begreift leichter die Gedanken anderer Menschen. Zudem empfängt es geistliche Wahrheiten mit einem offenen Verstand, weil es jetzt frei ist vom Diktat seiner eigenen Lieblingserfahrung und in die grenzenlose Welt geistlicher Erkenntnis geführt wurde. Jedes Vorurteil und jede vorgefaßte Meinung bezüglich Gottes Werk sind beseitigt. Jetzt kann der Verstand Arbeiten übernehmen, die ihm vorher unmöglich waren, und viel mehr Verantwortung tragen als zuvor.
Die Ursache, warum der Verstand vieler Christen heute untüchtig ist, liegt in dem Mangel an Erneuerung. Auch wenn er einmal erneuert worden ist, garantiert das noch nicht, daß er nicht wieder von der alten Denkweise befallen werden kann. Wenn der Christ nicht beständig seine Denkweise verleugnet, wird er unbewußt in diese zurückfallen. Wie er die Werke des Fleisches verleugnen muß, um täglich dem Geist zu folgen, so muß er der alten Denkweise widerstehen und täglich mit seinem erneuerten Sinn denken. Solche Wachsamkeit ist unbedingt notwendig. Rückschritt ist im geistigen Leben sehr leicht möglich. Wenn das Kind Gottes nach der Erneuerung seines Sinnes nicht wachsam ist, kann es noch immer der Lüge des Feindes Glauben schenken und wiederum durch Passivität an Boden verlieren. Um seinen Verstand in diesem erneuerten Zustand zu bewahren, muß es seine Gesetze anwenden. Wie der Geist seine Gesetze hat, hat auch der Verstand Gesetze. Wir werden einige davon erwähnen, deren Gebrauch dem Gläubigen Sieg schenken werden.
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Freiheit und Erneuerung |
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Das Zusammenwirken von Verstand und Geist | ![]() |